182 Tage on tour und die Reise geht weiter: 184 Tage
Afrique en miniature 
Ein Land, das vom feuchtesten äquatorialen Regenwald bis an den Rand der Sahara reicht, man kann an weißen Tropenstränden baden, an denen Wasserfälle direkt ins Meer enden und an schwarzen Stränden den dritthöchsten Berg Afrikas sehen, einen über 4000m hohen Vulkan. Hier leben Menschen über 200 verschiedener Ethnien, mit über 200 verschiedenen Sprachen, Christen, Muslime und Glaubensvertreter von Naturreligionen friedlich miteinander. Man kann deutsche Kolonial-Geschichte verfolgen und wilde Tiere sowohl in der Savanne als auch im Regenwald sehen.
Kamerun, ein Land vom Tourismus wenig beachtet, grenzend an Nigeria, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik, die Republik Kongo, Gabun, Äquatorialguinea und den atlantischen Ozean.

Ich bin seit Wochen mittendrin in diesem spannenden und auch fordernden Land.
Tausende von Kilometern habe ich mit dem Zug über das Adamawa-Plateau, mit dem Bus über übelste Straßen, mit bis zum Bersten überfüllten Minibussen, Toyota-Corolla-Sammeltaxis (in denen man hinten zu fünft und vorne zu viert reist) mit unzähligen Pannen bis hoch in den Norden zurückgelegt. Tage um Tage weiter auf Moped-Taxis über Feldwege in deren Schlaglöchern ganze Mopeds versinken könnten. Stundenlang durch Staubduschen der knochentrockenen roten Erde, die ich bis vor kurzem noch so verromantisiert habe – jetzt nicht mehr. Der Harmattan, der zu dieser Jahreszeit den Wüstenstaub der Sahara über das ganze Land weht und meist den Himmel und jeglichen Weitblick in einen braungrauen Dunst taucht, beißt auf den langen Srecken in den Augen, der Nase, der Lunge. Ich verschenke meine gerade neu erstandenen Tücher an meine Moto-Taxifahrer, die selber nichts besitzen um sich vor dem Staub zu schützen.

Zwei Tage wandere ich im Norden durch die unbeschreibliche Mondlandschaft der Mandara-Berge bis über die Grenze nach Nigeria. Sehe Menschen mit Krankheiten von denen ich bisher nichtmal ahnte, dass sie existieren. Übernachten kann ich in einer Lehmhütte der einfachen, winzigen Bergdörfer. Das Wasser muss vom Brunnen weit, weit her geholt werden. Gekocht wird hier, wie in all den Dörfern ganz selbstverständlich, auf einer kleinen offenen Feuerstelle, meist im Freien. Gelegentlich habe ich das Gefühl ich wandere durch ein Museeum, welches zeigt, wie die Menschen einst lebten, aber es ist Realität, es ist jetzt und hier und es wird noch lange so sein.

Der wöchentliche Markttag ist das Highlight. Alle tragen ihre schönste Kluft, da man ja sieht und gesehen wird. Was für ein wundervoll farbenfrohes Ereignis!. Ein Mann mit einem kleinen Beutel voll Bohnen begleitet mich unterwegs ca. 2 Stunden über die Feldwege zum nächsten Markt um diese dort zu verkaufen und für das wenige Geld eine Kleinigkeit an anderen Lebensmitteln für die Familie mitzubringen.

Eine weitere lange Reise bringt mich recht nah a.d. Tschad, zu den Giraffen und Spuren der Löwen und Elefanten. Leider ist von letzteren weit und breit nichts mehr zu sehen, wurden hier doch erst vor wenigen Monaten hunderte von Elefanten brutal abgeschlachtet – nur wegen des Elfenbeines.

Nach zwei Wochen verabschiede ich mich aus dem unglaublich trockenen Norden und reise in drei Tagesetappen ins westliche Grasland. Es tut gut wieder grüne Landschaft zu sehen. Eine Audienz beim König bekomme ich und besorge als Gastgeschenk noch rasch ein schönes Huhn und 10 Liter Palmwein. Leider reicht die Zeit dann nicht mehr zum für mich angedachten Festmahl, wofür eigens geschlachtet wurde, zu bleiben. Aber ich finde es eh recht anstrengend sich in ewig geduckter Haltung (zum Zeichen der Unterwürfigkeit) zu unterhalten. Faszinierend, dass sich entsprechend auch jede seiner vielen Frauen zu verhalten hat.Überhaupt ist mir bei dem, was ich hier an Ausmaß von Polygamie erlebt habe, fast die Spucke weggeblieben. Die einzelnen Stammesoberhäupter (Fons oder Chiefs) halten sich doch gerne mal 50 bis 100 Frauen und diese leben keineswegs komfortabel, sondern teilweise erschienen mir die Unterbringungen und die Art wie sie leben müssen so trist wie lebendig begraben – schaurig…brrrr.

Ich freue mich auf die Küste und eine Entschleunigung des Reisetempos. Anstrengend waren die letzten Wochen. Ratten auf den Zimmern und überall wo auf der Straße gekocht wird, scheinen normal zu sein. Äußere ich dazu meine Abneigung, fragen die Menschen mich ob ich keine Ratten mögen würde – nein, ich mag sie nicht!
Überhaupt scheinen die Kameruner, was Schmutz angeht, absolut schmerzfrei zu sein – es ist unglaublich! Sie sind Meister darin irgendwo rumzuliegen und vor sich hinzudösen – stattdessen einen Lappen in die Hand zu nehmen oder allgemein Dinge zu pflegen um sie in einem guten Zustand zu erhalten, scheint vollkommen fremd zu sein. Alles ist in einem Maße verkommen, wie man es sich kaum vorstellen kann.

Inzwischen habe ich die schwarzen Vulkanstrände im Norden abgehakt und lausche nun schon seit einigen Tagen den Wellen der wundervoll hellen Strände im Süden. Bis kurz vor die Grenze zu Äquatorial Guinea habe ich es geschafft. Was macht man hier, wenn der Hunger sich meldet und es meilenweit weder Restaurant noch Kiosk gibt? Dann klettern die kleinen Jungs aus dem Dorf die Palmen hoch und nach 3 Kokosnüssen kann man nur noch satt und faul am Tropenstrand liegen und in den Fluten treiben – herrlich :-)

Morgen heißt es vom Atlantikrauschen Abschied nehmen, zurück nach Yaoundé, wo die Reise vor 4 Wochen begonnen hat und heim ins kalte Deutschland.

Allen Daheimgebliebenen wünsche ich ein wundervolles neues Jahr!

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Carretera Austral 
Jetzt geht die Reise langsam weiter. Ein winziges Stück auf der Landkarte, Stunden um Stunden unterwegs. Es geht mit der Fähre durch traumhafte Fjordlandschaften mit mystischen Blicken durch tief wolkenverhangenen, langsam aufklarenden Himmel auf Gletscher und verschneite Vulkane. Später geht es weiter auf dschungelig zugewucherter Schotterpiste. Der hier sonst so übliche patagonische Regen beibt heute aus :-)

Straße, Fähre, Piste, Fähre, Piste, Fähre, Piste und schließlich das Ziel der ersten Etappe: Chaiten. Ein Ort der in 2008 vom Vulkan Chaiten mit einem Meter Asche überschüttet wurde. Ein Vulkan der angeblich seit hunderten von Jahren nicht aktiv war. Selbst kurz vor dem Ausbruch beteuerten Wissenschaftler noch, dass es sich hier um seismologische und nicht um vulkanische Aktivitäten handle. Die Menschen sind geflüchtet wohin sie auch immer konnten und haben alles zurückgelassen. Die Regierung wollte sie an einem anderen Ort wieder ansiedeln, aber ca. 80 der Einwohner sind entschlossen wieder in den Ort zurückgekehrt und haben damit begonnen ihre Häuser freizuschaufeln und alles von diesem feinsten Staub zu befreien. Es ist unglaublich - ich hätte schnell aufgegeben.

Auf den ersten Blick macht der Ort einen gewöhnlichen Eindruck. Erst auf der Suche nach einer Hospedaje merken wir, dass wir ständig vor verlassenen Geisterhäusern stehen.
Bitterkalt wird es am Abend. Die Unterkünfte sind eisig. Der einzig warme Raum in den Häusern ist meist die Küche, in der der Ofen gefeuert wird.
Unser 'Vertrauensmann' Nicholas geht mit seinen Kindern allabendlich ein Eis kaufen - das Highlight des Tages! Ich kann das nicht begreifen, bei der Kälte! Erst als er erzählt, dass sie hier seit kurzem, nach drei Jahren wieder Strom haben und es somit all die Jahre kein Eis gab, verstehe ich, was es für die Kinder bedeudet.
Die kleinen Läden im Dorf sind nur mit dem nötigsten bestückt und die Reise zur nächsten Stadt ist weit.

Mitten auf der Schotterpiste kurz vor Chaiten besagt ein Schild, man solle vor der Durchfahrt darauf achten ob gerade ein Flugzeug landet! Ein kleines Stück der Piste ist nämlich gleichzeitig die Landebahn – sehr spannend :-) Und somit gibt es die Möglichkeit auch etwas schneller in die nächste Stadt zu gelangen.

Nachdem das Eisritual erledigt ist, schlendern wir mit Nicholas durch das dunkle, kalte Dorf und überlegen, wer uns morgen zum Wandern zum Parque Pumalin und am Nachmittag zum Baden zu den heißen Quellen bringen kann. Er gibt sich noch i.d. Nacht alle Mühe jemanden für uns zu finden, klopft bei dieser und jener Familie am Haus und fragt und fährt schließlich noch mit uns raus aus dem Dorf zu Horacio, der dort bei Flutlicht fleißig eigenhändig ein paar wunderschöne Cabanas für Touristen baut. Der Zufahrtsweg wurde aus Vulkanasche aufgeschüttet. Viiieele Straßen könnte man aus der Asche aufschütten, die das Dorf verschüttet hat, denn irgendwo muss man ja hin mit all dem Zeug. Man kann sich so schwer vorstellen um welche Massen es sich hier handelt, wenn man es nicht eigenhändigt gesehen hat.
Horacio spricht prima Englisch, erzählt uns viel über die Gegend und den Tag des Vulkanausbruchs. Im Parque Pumalin wandern wir ein wenig, sehen die wundervollen unendlich alten Alerce Bäume mit ihrer schönen warmroten Farbe und dem so gut wie unkaputtbaren Holz. Es gibt herrliche Wasserfälle und mannshohe Rabarberpflanzen – ein dschungelig zugewuchertes Paradies.
Am Nachmittag beginnt es, wie gewünscht, zu regnen und wir baden genüsslich i.d. heißen Quellen.

Am nächsten Tag möchte ich weiter nach Puyuhuapi reisen, doch es geht nur bis La Junta, ca. 50km davor. Die Leute aus dem Dorf empfehlen mir dort die Polizei zu bitten mir ein Fahrzeug anzuhalten, welches mich dann bis Puyuhuapi mitnehmen kann. Die Idee finde ich toll :-) Wenn man dann aber vor La Junta auf der Schotterpiste steht und stundenlang meilenweit kein Fahrzeug sieht, kommt man mit dieser Idee auch nicht besonders weit... So verbringe ich eine Nacht bei einer freundlichen Familie im nicht besonders malerischen La Junta.

Es ist nasskalt, kalt und nochmal kalt. Am nächsten Morgen klingelt der Wecker um 4:20Uhr, da der einzige Bus früh Rtg. Puyuhuapi fährt.
Inzwischen habe ich vor lauter Kälte Fieber und Schüttelfrost und bin überglücklich endlich am Ziel, einem wunderschönen Fjord in einem wundervollen Hostel von der guten Luisa mit einer Wärmeflasche empfangen zu werden :-) Ihre Eltern zählten dort vor vielen Jahren als deutsche Einwanderer mit zu den ersten Siedlern. Sie hat tolle Geschichten zu erzählen und es ist ein guter Ort um sich ein paar Tage bei strömendem Regen im Bett vom Fieber zu kurieren.

Von Luisa herzlich gesund gepflegt geht es schließlich noch gute 200km weiter entlang der Carretera Austral bis Coyhaique. Erst entlang wundervoller Fjorde und schließlich wird die Landschaft weiter und ganz anders: Wiesen, abermals und abermals km-weit von lila Lupinen übersät - so unglaublich schön, dass ich die Augen garnicht weit genug aufreißen kann :-)
Das Ziel ist dann wieder weniger malerisch: ein trubeliges, eher graues Städtchen, was mir den Abschied von dieser tollen Strecke und den Weiterflug in den Süden leichter macht.


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Bienvenido Suramerica! 
Die lange Reise geht weiter wo sie vor gut 6 Jahren geendet ist - Buenos Aires hat mich wieder. Tango a.d. Straße, Dulce de Leche an jeder Ecke, 9de Julio, die breiteste Straße der Welt. Ich bleibe gleich im Zentrum und genieße. Die Stadt ist vertraut. Dennoch bleibe ich nur eine Nacht, denn der mir bisher unbekannte Süden Argentiniens und Chiles will erkundet werdet.

Schnell lasse ich mich dazu überreden nicht, wie geplant, mit dem Zug weiterzureisen, da dieser angeblich unendlich unzuverlässig sein soll und ständig liegen bleibt. So kaufe ich mir ein teures Busticket um am nächsten Tag 9Std. weiter an der Ostküste in den Süden nach Monte Hermoso an den Strand zu reisen. Erstmal Kraft tanken, bevor es dann so richtig losgehen soll. Der Bus hat prompt mehrere Stunden Verspätung und gleich kurz hinter Buenos Aires bleiben wir erstmal drei Stunden liegen. Sonnen im Straßengraben, wundervoll ;-) Hätte ich doch das Zugticket gekauft! Willkommen in Südamerika - das ist die erste Übungseinheit in Sachen Geduld und Gelassenheit, von denen noch so einige während meiner bevorstehenden Reise folgen werden...

Leider habe ich mich mit der Jahreszeit etwas verkalkuliert und so finde ich anstatt Strandbadewetter eher stürmisch, verregnetes Frühlingswetter vor. Das Örtchen ist wie ausgestorben und die Hostels menschenleer. Umso verwunderlicher für die Einheimischen, was um alles in der Welt hier eine deutsche Alleinreisende will. Die Fragezeichen in den Gesichtern werden von Tag zu Tag größer, bis ich notgedrungen mal wieder die Geschichte erzähle, dass mein Freund derzeit noch in Deutschland arbeiten muss und ich bereits etwas früher losreisen konnte und ihn in einer Woche treffen werde. Da strahlen die Gesichter, das macht Sinn! Na dann ist ja alles in Ordnung :-)

Da mich die endlosen eintönigen argentinischen Weiten hier im Osten landschaftlich nicht so vom Hocker gerissen haben, geht es mit dem Nachtbus weiter Rtg. Puerto Madryn, Peninsular Valdez.
Endlich sehe ich sie, die Wale, die direkt bis an unser Boot heranschwimmen, darunter wegtauchen und sogar Junge dabei haben. Um uns herum wimmelt es nur so von ihnen und immer und immer wieder sehen wir die beeindruckenden Flossen bevor sie abtauchen und die großen Fontänen die sie ausstoßen. Zum Abschied springt noch einer der Wale aus dem Wasser in die Luft - mehr ging wirklich nicht - ich bin glücklich. Als Nachgang dann noch einige wunderschöne schwarz-weiße Delphine, Seehunde, Unmengen zum Schreien komischer Pinguine und vieles mehr :-) Der Abstecher hierher hat sich gelohnt!

Weiter geht es auf direktem Weg Rtg. Westen nach Bariloche. Die Schweiz Argentiniens. Endlich wieder Landschaft wie ich sie soo sehr mag :-) Es ist wundervoll. Gottseidank ist Bariloche derzeit nicht grau von Vulkanasche zugeschüttet (wie ich vorher von vielen Leuten gewarnt wurde). Allerdings zieht in unregelmäßigen Abständen immer wieder Asche des immer noch aktiven Vulkanes von Chile herüber. Mehr in Mitleidenschaft gezogen ist leider noch Villa La Angostura etwas weiter nördlich gelegen. Mir erscheint dieser Kampf gegen die Asche die alles, alles überdeckt, deprimierend. Die Natur wird viele Jahre brauchen um zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückzufinden, aber die Menschen scheinen sich damit arrangiert zu haben.

Meine Tage in Bariloche genieße ich in vollen Zügen mit wunderschönen Wanderungen, vorbei an malerischen Seen, Paragliden, Ausflügen zu Wasserfällen und sonderbar schwarzen Gletschern. Ich eröffne mit einigen Argentiniern die Badesaison im Lago Escondido.... brrr, frisch, aber nach einer Wanderung so herrlich. Danach wird, klassisch argentinisch, in der Runde Mate getrunken und schließlich geht es noch auf ein Stück Schokoladenkuchen in die Colonia Suiza - so lässt es sich leben... obwohl das nicht so ganz das ist, was man sich unter Südamerika vorstellt. Jeder erzählt stolz von seinen europäischen Vorfahren und jede bestehende europäische Kolonie wird groß angepriesen. Es ist westlich, modern, könnte Europa sein. Ein wenig sehne ich mich nach etwas mehr Einfachheit.

Einige Tage darauf geht es über die Anden nach Puerto Montt, Chile. Der Bus fährt direkt durch eine frische graubraune Vulkanaschewolke. Der Staub beißt in den Augen, der Nase, der Lunge. Eine nicht schöne, aber interessante Erfahrung.

Puerto Montt wird schließlich der Startpunkt für eine traumhafte und sehr eindrucksvolle Reise entlang der Carretera Austral Rtg. Süden, von der ich bald berichten werde.

Jetzt aber muss ich mich erstmal auf meine geplante Vulkanbesteigung vorbereiten und schicke zufriedene Grüße aus Pucón
Dörte

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Sabaaidii – Hello Laos! 
Lange hat es gedauert, aber nun geht die Reise mit den ausstehenden Berichten auf dieser Seite wie versprochen endlich weiter und fuehrt zunaechst von Thailand ueber die Grenze nach Laos...
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Als wir, stadtmuede, beschlossen das Warten auf Inga’s Rucksack aufzugeben, sie sich das Noetigste zum Reisen zugelegt hatte und wir am naechsten Morgen frueh rtg. laotische Grenze aufbrechen wollen, kommt die Nachricht, dass der Rucksack in Bangkok gelandet ist und am Nachmittag den Flieger nach Chiang Mai nimmt. In Deutschland waeren die meisten aufgrund einer solchen Situation vor Aerger wohl schon einem Herzinfarkt nahe – wir sind gelassen :-). Dennoch wollen wir nun keinen einzigen Tag mehr verschenken und so geht es nach erfolgreicher Rucksackabholung am Abend noch mit dem Bus eine kleine Etappe weiter Rtg. Grenze: Chiang Rai. Mehr schaffen wir nicht mehr. Die Fahrt geht im Sonnenuntergang mit einer wundervollen Abendstimmung in die Dunkelheit hinein und wir sind alle Drei uebergluecklich endlich 'on the road' zu sein.
Für den Weg zum Hostel stapeln wir uns mit drei Mann + Gepaeck in ein Tuk Tuk, welches zur Not für zwei Leute ohne Gepaeck noch komfortabel waere. Wohin mit den Beinen? Kein Problem, die kann man ja immer irgendwie um die Schultern falten und die Fuesse zur Seite unterm Dach raushaengen lassen – und los geht’s! Jaaa, das ist toll! Wir sind so gestapelt ueberladen, dass wir aufpassen muessen vor lauter Lachen nicht beim Fahren rauszufallen.
Spaeter geraten wir dann auf der Suche nach Abendessen irgendwie auch in die Art von Straße, in der Markus das Fuerchten bekommt und Inga hektisch aufpasst ihre bessere Haelfte nicht gleich zu Beginn der Reise an eine kleine Thaifrau abtreten zu muessen – puh, geschafft! Die beiden sind entsetzt, mich erinnert es an eine entschaerfte Version meines beach breaks in Hua Hin und nocheinmal mehr freuen wir uns ab morgen in Laos zu sein.

Laa kwan, auf Wiedersehen Thailand – Sabaaidii, Hello Laos!

Ueber den Mekong passieren wir die Grenze. Ich bin in der gluecklichen Lage seit Bangkok bereits im Besitz eines Laos-Visums zu sein und reise schnell und unkompliziert ein, waehrend alle anderen eine Ewigkeit auf ihr Visum warten muessen. Nach langem Fragen kommt heraus, dass der 'Einreisestempelvergeber' gerade zu Mittag isst. Ach so! Na dann, warten wir halt noch ein Stuendchen bevor man das Land betreten darf, macht ja nichts ;-) Alles sehr entspannt hier in Laos…
Und das ist es wirklich. Sobald man beim Reisen eine Grenze passiert, beginnt man unweigerlich damit festzustellen worin sich dieses Land nun vom vorherigen unterscheidet. Der Einfluss der Franzosen laesst gruessen: es gibt Baguette!!! Und angeblich sogar Kaese! (Vier Wochen spaeter weiss ich dann auch, dass sich diese Bezeichnung in Laos alleinig auf ‚La vache qui ri‘ bezieht und mir der Schmierkaese bald zum Halse heraushaengt.) An die laotische Art, das Baguette mit suesser Kondensmilch zu essen muss man sich allerdings auch erst gewoehnen. Ansonsten ist der Sticky Rice (klebt etwa wie sehr zaehes Kaugummi) das saettigende Grundnahrungsmittel der Laoten. Wieder eine neue Sprache, die Gesichter sind breiter und die Menschen weniger zierlich als die Thais, Busfahrer die so langsam fahren, dass ich mich fast nach den Kamikazefahrten in Thailand zuruecksehne. Wiiieesoo schalten die Fahrer am Berg immer erst einen Gang runter kurz bevor der Bus zum Stehen kommt weil es in dem hohen Gang hoechstens noch zum Getriebeschaden reichen wuerde??? Und es gibt viiieele Berge im Norden von Laos! Und es gibt viiieele Kurven im Norden von Laos! Und viiieele Laoten neigen scheinbar sehr zu Reiseuebelkeit. Gut, in den Bussen haengen schon beim Einsteigen ausreichend Spuckbeutel unter der Decke und die werden auch gebraucht!
Unangenehm wird mir das erst nach einer durchkraenkelten Nacht, nachdem ich mich kurz vor der Abreise schnell noch einmal im Hostel uebergeben musste und denke, dass ich nicht wirklich reisefaehig bin. Egal, die nächste Etappe ist eine kurze: 3Std., das schaffe ich. Damit, dass die angekuendigte Abfahrtzeit mal wieder nicht stimmte und wir 3Std. am Busbahnhof warten muessen bis es wirklich losgeht, hatten wir nicht gerechnet. Ich sterbe :-( Als wir dann alle im Bus sitzen, der Gang mit schweren Reissaecken vollgestapelt ist und nichts mehr geht, kommt der Ordnungsinn der Laoten zum tragen. Scheinbar sitzt kaum jemand auf dem ihm urspruenglich zugewiesenen Platz und das geht ja nun wirklich nicht! Also: der Englaender von da ganz hinten muss ueber die Reissaecke und Menschen ganz nach vorne wechseln. Dafuer die Mutter mit den vier Kindern i.d. Mitte und der Franzose sitzt auch falsch! Also wirklich, was ist denn hier los!? So verbringen wir noch ein Stuendchen mit der Ordnungsaktion, niemand sitzt mehr dort wo er gerne gesessen haette, aber die Dame der Busgesellschaft ist zufrieden und los geht’s. Neben mir sitzt nun ein Vater mit zwei kleinen Jungs auf dem Schoss, die sich nach besten Kraeften waehrend der ganzen Fahrt wieder und wieder uebergeben. Leider trifft man den Spuckbeutel auch nicht immer so gut wenn man noch so klein ist und auch die durchdachte Konstruktion des Vaters, der seinem Sohn den Beutel einfach rechts und links an den Ohren befestigt, schafft es nicht das Uebel abzufangen. Die zweite Garnitur Kleidung des Kleinen (fuer solche Notfaelle) ist auch schnell eingesaut und weiter geht’s. Koennt ihr euch vorstellen wie es rings um den Sitz aussah und welcher Geruch den Bus durchstroemte? Ich kann es. Ist ja auch alles nicht so schlimm, wenn man sich nicht selber so zusammenreissen muss, weil es einem gaaarnicht gut geht. Oh mein Gott, ich will nur noch ankommen, Ruhe und liegen. Was man nicht alles tut, damit die Reise weiter geht…

Aber alles wird gut. Am naechsten Morgen fuehle ich mich wieder wie neugeboren. Ich bitte den aelteren, sonnengegerbten, dunkelzahnigen Herren des Hostels, der mit etwa bis zur Brust reicht, mir im Gemeinschaftsbad zu zeigen wie das mit dem warmen Wasser funktionieren koennte. Das macht er, bleibt dann hartnaeckig im Bad stehen, sagt mir: 'I love you' und strahlt mich an! Ich lache und meine freundlich, dass sei ja nett, ha, aber als er dann seine Haende zu meinem Gesicht ausstreckt, verlaesst mich meine Geduld und es fliegen die Fetzen und die Tuere. Dann geniesse ich meine lauwarme Dusche – alleine :-)

Weiter geht es in die Berge nahe der chinesischen Grenze. Bitterkalt fahren wir zwei Stunden auf dem laostypischen Sawngthaew (eine Art ueberdachter aber ansonsten offener Pick up mit zwei Holzbaenken auf jeder Seite) nach Muang Sing. Ich ueberlege meinen warmen Schlafsack auszupacken, damit wir uns einwickeln koennen um nicht zu erfrieren.

Bis zum heiligen Abend begeben wir uns auf eine anstrengende, aber traumhaft Trekkingtour die uns noch naeher an die chinesische Grenze bringt und uns Blicke ueber die Berge bis ins Nachbarland bietet. Zum Mittagessen bedecken wir den Boden mit grünen Zweigen (als Tischdecke) und darauf wird das in Palmblaetter eingewickelte Essen ausgebreitet. Die Nacht verbringen wir in einem Akha-Dorf. Dieser Stamm lebt hier abgeschieden in den Bergen und feiert gerade schon das mehrtaegige Neujahrsfest.
Unser Nachtlager breiten wir auf dem Boden einer Huette aus und gekocht wird ueber dem offenen Feuer im selben Raum. Inga und ich denken uns, dass es unhoeflich sei so schmutzig wie wir vom Trekking sind an der Neujahrsfeier teilzunehmen und so schwingen wir uns die Sarongs um (wie es die laotischen Frauen zum Waschen und Baden i.d. Fluessen machen) und goennen uns an der einzigen Wasserstelle mitten im Dorf eine 'Dusche'. Und dann kann es losgehen: Aus den vom laut brummenden generatorbetriebenen Boxen schallt so ohrenbetaubende rauschender Laos Pop, dass wir glauben nach diesem Aufenthalt einen Gehoerschaden davonzutragen. Aber dabei kann man es natuerlich nicht belassen. Ganz wichtig ist auch noch die traditionellen Stammesklaenge mit einzubringen. Und so stehen die Einheimischen dort und lassen immer wieder riesige, schwere Bambusstaemme vor sich auf eine dicke Holzplanke schnellen. Die Klaenge konkurieren mit der Lautstaerke der aus den Boxen droehnenden Musik und dass weder der Takt noch sonstwas zusammen passt ist ja egal. Wenn man genug LaoLao (selbstgebrauten Reiswhisky) getrunken hat, dann stoert einen das ueberhaupt nicht mehr. Und so torkeln auch die kleinen (vielleicht 6jaehrigen) Kinder mit der Schnapsflasche durchs Dorf und koennen sich vor lauter Alkohol kaum noch aufrecht auf den Beinen halten...(ohne Kommentar).

Am naechsten Tag passieren wir weitere Doerfer in denen ohrenbetaeubende und farbenfrohe Neujahrsfeiern stattfinden.
Im letzten Dorf ist Ruhe – ein anderer Stamm, d.h. hier noch kein Neujahr… Die Kinder laufen uns neugierig hinterher und nachdem sie ihre groebste Scheu verloren haben, lassen sie sich der Reihe nach, von Inga und mir rechts und links an den Armen gefasst durch die Luft wirbeln. ‚Eins zwei drei huuuiii‘ rufen wir immer wenn wir zum Schwung ausholen und wir staunen nicht schlecht, als fuenf Minuten spaeter die ganze Dorfkinderschar um uns herum stolz auf Deutsch (!) ‚eins zwei drei huuuiii‘ ruft! Wie leicht wuerde es diesen Kindern fallen eine andere Sprache zu lernen, wenn es nur jemanden gaebe der sie unterrichten wuerde…

Es ist heilig Abend, als wir von unserer Tour zurueckkehren. Markus geht es garnicht gut und waehrend er sich im Bett gesund schlaeft, goennen wir Maedels uns ein wunderbares ‚Weihnachtsessen‘ bei einer ruehrenden laotischen Familie, die direkt neben der im Freien stehenden, winzig kleinen Kraeutersauna kocht. Gegessen wird, wie immer, draussen und da es hier in den Bergen nachts mal wieder bitterkalt wird, koennte man sich so einen Saunagang ganz angenehm vorstellen. Aber stattdessen decken wir zurueck im Hostel einen schoenen Weihnachtstisch mit Weihnachtsbaum (ein 10cm langer Tannenzweig, der mit einer Holzwaescheklammer als Christbaum aufgestellt wird) und Teelichtern. Dazu gibt es Spekulatius (die auf der Reise ueber Talin so gelitten haben, dass es nur noch Kruemmel sind) und Beerlao. Dann die kroenende Bescheerung: Markus hat aus Deutschland zwei Tafeln leckerste Schokolade mitgebracht! Oh, wie lange habe ich keine gute Schokolade mehr gegessen! Es ist wundervoll und wir sind sooo zufrieden :-)

So verbringen wir noch einige Tage an verschiedenen Orten im Norden Laos, die teilweise nur mit kleinen Booten zu erreichen sind. Strom gibt es oft nur von 18 – bis 20Uhr vom Generator. Schliesslich schippern wir in einer eintaegigen Flussfahrt auf einem kleinen, mit 9 Leuten gecharterten Bötchen gen Sueden. Erst auf dem malerischen Fluss Nam Ou, der dann vor Luang Prabang in den gewaltigen Mekong muendet. Auch wenn wir eng gepfercht in unserem Boot hocken und uns so manches mal fragen wie unser Bootsmann die verschiedenen Huerden im Fluss immer wieder meistert, ist es traumhaft: am Ufer winzige Doerfer, zwischen Ochsen badende Kinder, waschende Frauen und viele wunderschoene Szenen ziehen an uns vorbei. Wir fahren in den Sonnenuntergang, erreichen kurz darauf unser Ziel und sind uns alle einig, dass es keine schoener Art geben kann in Luang Prabang anzukommen.

Ein gepflegtes kleines Staedtchen, nun gerade zwischen Weihnachten und Neujahr mit Touristen ueberlaufen, aber irgendwie einfach nett.
Wir stehen, wie alle anderen auch, morgens um 5:30Uhr auf um uns die Moenche in ihren leuchtend orangen Gewaendern beim morgentlich Bettelgang durch die Strassen anzusehen und geniessen einen der schoensten Sonnenuntergaenge vom That Phu Si Huegel mit Blick auf den sich in diesem Licht scheinbar blutrot faerbenden Mekong.

Silvester wollen wir noch weiter suedlich in der Hauptstadt Vientiane verbringen. Allerdings kraenkeln wir immer und immer wieder alle abwechselnd und so schaffe ich es kurz vor Mitternacht nicht mehr mich auf den Beinen zu halten und beginne das neue Jahr mit Fieber und Schuettelfrost im Bett. Egal, ein Neujahr haben wir ja schon gefeiert und ein weiteres liegt in Vietnam noch vor mir ;-)

Wir sehnen uns inzwischen nach Wärme und Ruhe und beschliessen etwas zuegiger ganz in den Sueden ins Mekong Binnendelta zu reisen. In sechs Tagen schaffen wir die 600km. Mal mit dem Bus auf dessen Dach wie selbsverstaendlich die Mopeds gehieft und festgezurrt werden, vorbei an Strassenstaenden mit grauselig zum Essen getrockneten Viehchern, vorbei an Teppichen aus roten Chillis und Algen, die auf den Strassen zum Trocknen ausgebreitet oder aufgehängt werden, dann mal wieder ein Stück mit dem Boot auf dem Mekong, zwischendurch nochmals ein Abstecher mit einer wunderbaren Trekkingtour.

Im kleinen Staedtchen Pakse halten drei Laotinnen Phim, Sone und Nak kichernd mit dem Moped neben mir und nehmen offenbar ihren ganzen Mut zusammen um mich zu fragen ob ich bereit waehre mich von ihnen zum Thema Weihnachten in meinem Land interviewen zu lassen. Im Rahmen ihres Englischstudiums haben sie diese Aufgabe bekommen. Wir duesen mit dem Moped in eine nette Kaffeebar und die drei fragen mit Loecher in den Bauch. Toll ist das :-)

Schliesslich haben wir unser letztes Ziel in Laos erreicht: wir legen mit dem Boot auf DoneDet, eine von tausenden winzigen Inseln im Mekong Binnendelta, an und suchen uns fuer 2USD eine wunderschoene Palmhuette mit Haengematten vor der Tuer direkt am Sonnenuntergangsufer am Mekong. Koennte es schoener sein!? Hier gibt es keine Strassen, keinen Strom und das Wasser zum Kochen und zum Waschen wird aus dem Fluss geholt. Die vielen Kinder toben hinter der Huette und im Wasser herum, singen stolz die laotischen Hits hoch und runter, bringen uns gelegentlich sonderbare Koestlichkeiten vorbei und geniessen es besonders auf unserer Terasse zu hocken und Englisch zu lernen.
Wir machen kleine Ausfluege, erkunden die Nachbarinseln, schauen uns die gewaltigen Mekong-Wasserfaelle und die Flussdelphine an und geniessen so die letzten gemeinsamen Tage, bis Inga und Markus ihre Ruecksaecke packen und wieder nach Deutschland heimreisen muessen. Eine schoene gemeinsame Zeit hatten wir.

Nun schaukel ich wieder alleine in meiner Haengematte vor der Huette. Die Laotin Pai kommt mit ihrer kleinen Tochter Be vorbei und bringt ein Laotisch-Englisch-Buch mit. Bethel-kauend und -spuckend hockt sie neben mir, wir ueben den halben Nachmittag Englisch und langsam fuellt sich meine Terasse mit Neugierigen und Wissbegierigen. So beginne ich darueber nachzudenken wie es waere noch ein paar Wochen auf der Insel zu bleiben und mir eine Aufgabe zu suchen, wie z.B. in der kleinen Inselschule Englisch zu unterrichten. Ich mag dieses Fleckchen Erde und die Menschen so gerne, dass ich merke an dem Zeitpunkt der Reise angelangt zu sein wo man entweder am naechsten Tag seine Sachen packt und weiterreist oder ansonsten laaange bleibt.

Ich geniesse den Sonnenuntergang mit all seinen abendlichen Eindruecken. Es ist wundervoll: das Licht, der sanft dahinfliessende Mekong, die Inselchen, die im Fluss badenden Kinder, die Fischer, die ihre Netze auswerfen und all die anderen Einheimischen die noch geschaeftig in ihren kleinen, langen Booten unterwegs sind, die Frauen mit den spitzen Hueten, lautes Lachen, Einfachheit, so funktioniert das Leben hier, wovon wir in Deutschland glauben, so ginge es schon lange nicht mehr. Der feuerrote Sonnenball verschwindet.

Am naechsten Tag organisiere ich meine Weiterreise zur kambodschanischen Grenze, einen Tage spaeter packe ich frueh morgens meinen Rucksack, waehrend Pai mit Be auf meinem Bett sitzt und zuschaut. Ich verabschiede mich, wenn ich ganz ehrlich bin mit Traenen in den Augen, vom Dorf und reise weiter.


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7.107 Inseln ... 
...ein Lebenszeichen von den Philippinen!

Jetzt wo meine lange Reise so gut wie vorueber ist, moechte ich mich wenigstens noch kurz von den Philipinen mit der Nachricht melden, dass auch die Reiseberichte fuer Laos, Kambotscha, Vietnam und Suedafrika bereits teilweise der Feder entsprungen sind. Der Reisezeitplan war diesmal allerdings so stramm (man glaubt ja nicht wie anstrengend Reisen sein kann ;-) ), dass ich trotz wiederholter guter Vorsaetze einfach nicht genug Zeit und Muse gefunden habe um den Kram fertigzustellen. D.h. aber auch, dass es nun nach meiner Reise noch weitergeht und es ausstehende Berichte zu lesen und weitere Bildergalerien zu sehen gibt :-)

Und nun muss ich mich nach 179 Reisetagen, 10 Laendern, hunderten von Bus-, Zug und Bootsstunden, 14 Fluegen, unzaehligen, unvergesslichen Erlebnissen und Eindruecken, niedergeschrieben auf 255 Tagebuchseiten, mit dem Gedanken anfreunden, dass ich morgen frueh den ersten meiner letzten vier Fluege antreten muss: von der kleinen Insel Busuanga geht es zurueck nach Manila, auf einen Kaffee mit Freunden und am Abend weiter nach Bangkok. Von dort nach Dubai, wo meine Reise begonnen hat und schliesslich zurueck nach good old Germany.

Der Rueckkehrgedanke erscheint mir momentan extrem unwirklich. Gerade noch bin ich im tuerkisen Wasser geschwommen, ueber schneeweissen Sand gelaufen und mit dem Boot dem Sonnenuntergang entgegen gefahren...

Bald mehr auf meiner Seite zu den vergangenen Tagen, Wochen, Monaten.

Viele Gruessen aus Coron
Doerte

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